Privatbahn-Triebwagen Bauart Wegmann:

1926 beschaffte die DRG eine Serie von 4 dieselmechanischen Versuchstriebwagen mit der Bezeichnung VT 801 - VT 804. Nach dem 2. Weltkrieg verblieben 2 Wagen bei der DB und die anderen bei der DR. Bei der DR blieb zumindest ein Wagen, seines Motors beraubt, bis Anfang der 70er Jahre erhalten. Die DB vekaufte die als VT90 900 und VT90 901 eingereihten Fahrzeuge 1953 an die Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft (WEG), die sie als T03 (901) und T04 (900) bezeichnete. Die Triebwagen erhielten neue 180 PS-Motoren und wurden auf den Strecken Gaildorf-Untergröningen und Vaihingen Nord-Enzweihingen eingesetzt. Nachdem der VT03 1975 nach einem Unfall abgestellt und später an die Teutoburger Wald-Eisenbahn (TWE) abgegeben wurde, wurde der VT04 weiter modernisiert. 2210 PS-Motoren sowie 1989 eine Funkfernsteuerung machten aus dem ältesten im Planeinsatz stehenden Dieseltriebfahrzeug Westdeutschlands ein recht zeitgemäßes. Bis Oktober 2001 war es das einzige Triebfahrzeug auf der als 'Stadtbahn' bezeichneten WEG-Linie Vaihingen Nord-Enzweihingen. Neben einigen Fahrten im Schülerverkehr bewältigte es den nicht unbeträchtlichen Güterverkehr auf dieser Strecke und bediente die noch vorhandenen Gleisanschlüsse ortsansässiger Betriebe. Mit der Funkfernsteuerung kann der Lokführer die anfallenden Rangierarbeiten alleine durchführen. Wegen der drohenden Einstellung der Strecke (Mora C der DBAG und Schliessen des Hauptkunden) wurde der Triebwagen nach Amstetten umstationiert und bedient dort einen Fabrikanschluss. Der VT03 ist ebenfalls noch einsatzfähig und kommt bei der TWE ab und an zu Sonderfahrten. (Foto: Holger Kötting).

Das Modell ist aus Messing gefertigt, die Lackierung wird durch Klebefolien vereinfacht ...